Abwechselndes Arbeiten im Stehen und Sitzen im Büro

zuletzt aktualisiert:
17. Dezember 2018
Bild zeigt Frau im Büro, die abwechselnd im stehen und sitzen arbeitet
Ständiges Sitzen im Büro ist auf Dauer ungesund. Bereits nach wenigen Jahren kann man massive Probleme mit dem Rücken bekommen und der Leidensweg, den kein geringer Teil der Büroangestellten oder Selbstständigen gemeinsam haben, beginnt. Besser ist es, immer Mal auch im Stehen zu arbeiten. Denn dadurch können Rückenschmerzen und andere gesundheitliche Probleme vermieden werden. Dieser Ratgeber beschreibt, was es beim abwechselnden Stehen und Sitzen zu beachten gilt.

Regelmäßig die Position wechseln

In Deutschland arbeiten jeden Tag ungefähr 17 Millionen Menschen in Bürojobs. Das bedeutet auch, dass die meisten von ihnen den Großteil des Tages im Sitzen verbringen. Allerdings sind viele Ärzte der Meinung, dass genau das auf Dauer schädlich sein kann. So nehmen Betroffene häufig schneller an Gewicht zu oder leiden häufiger an diversen Herz- und Kreislauferkrankungen. Zudem werden die Beinvenen unnötig stark belastet und der Bewegungsapparat leidet, indem die Muskeln verkümmern, Rücken-, Schulter- und Nacken-Schmerzen entstehen. Falsches und dauerhaftes Sitzen kann zudem Bandscheibenvorfälle.

Mehr Dynamik im Büro

Um die oben beschriebenen körperlichen Probleme zu vermeiden, arbeiten einige Menschen an Stehpulten. Allerdings ist dauerhaftes Stehen auch nicht besser als ständiges Sitzen. Denn dadurch werden die Beinvenen sehr stark strapaziert und die Muskulatur überlastet. Daher sind viele Sportwissenschaftler und diverse Arbeitsmediziner der Meinung, dass der Mittelweg der Beste ist. Sie empfehlen mehr Dynamik im Arbeitsalltag. So sollten die Angestellten selber entscheiden können, wie oft sie zwischen Stehen und Sitzen wechseln. Denn dadurch werden immer wieder andere Muskeln belastet und entlastet und damit keine Muskelpartien dauerhaft überlastet.

Einige Studien konnten ganz klar belegen, dass abwechselndes Stehen und Sitzen einen positiven Effekt auf die Arbeitsleistung haben kann. So konnten die Probanden, Studenten in Texas, innerhalb eines halben Jahres deutlich ihr Gedächtnis und viele weitere geistige Fähigkeiten verbessern. Zudem waren sie durch den Wechsel von Stehen und Sitzen wacher und hatten mehr Kraft und Energie.

In einer anderen Studie konnte festgestellt werden, dass der Blutdruck übergewichtiger Menschen deutlich sank, weil sie von acht Stunden Arbeitszeit zwei Stunden standen und nicht die ganze Zeit über saßen. Zudem wurde in einem Experiment über acht Wochen festgestellt, dass die Angestellten, die rund 73 Minuten stehen pro Tag auf der Arbeitsstelle deutliche bessere Fettwerte im Blut haben und der Cholesterinspiegel sank.

Elektrische und höhenverstellbare Tische sind ab 500 Euro erhältlich

Dr. Stephan Weiler ist der Betriebsarzt des Automobilkonzerns Audi in Bayern. In diesem Unternehmen wurden bereits 15.000 Arbeitsplätze zum gesünderen Arbeiten mit elektrischen und höhenverstellbaren Schreibtischen ausgestattet. So haben die Angestellten die Möglichkeit, selbstständig zwischen Sitzen und Stehen zu wechseln. Zudem ist geplant, 4.000 weitere Arbeitsplätze aufzurüsten und so noch mehr Arbeitnehmern ein gesünderes Arbeiten zu ermöglichen. Wer in einem kleineren Unternehmen arbeitet, kann sich solch einen Tisch für 500 bis 1.000 Euro auch selber besorgen.

Welche Vorteile hat das Arbeiten im Stehen?

Zunächst einmal wird durch das regelmäßige Aufstehen der Rücken geschont. Zudem wird die Durchblutung gefördert und der Kreislauf angeregt. Dadurch verbessert sich in vielen Fällen auch die Laune der Angestellten, sodass diese wieder mehr Leistung bringen. Wer immer Mal wieder auf der Arbeit aufsteht und für einige Minuten stehen bleibt, sollte hierbei auch den Oberkörper strecken und tief durchatmen, um mehr Sauerstoff aufnehmen zu können. Dadurch bleiben wir länger wach und können uns bei allen Aufgaben besser konzentrieren. Im Stehen werden die Beine ganz anderes belastet als im Sitzen, da sie nicht die ganze Zeit angewinkelt sind. Des Weiteren verbrennen wir auch mehr Kalorien, da wir uns mehr bewegen.

Wer den ganzen Tag sitzt, verliert auf Dauer an Muskelmasse. Dadurch hat er eventuell eine schlechte Körperhaltung und leidet unter Krämpfen und Verspannungen. Im Stehen haben wir einen deutlich größeren Bewegungsfreiraum und können aktiver sein. Statt den Kollegen eine Mail zu schreiben, können wir die wenigen Meter auch selber laufen und die jeweilige Nachricht persönlich überbringen. Bewegung ist auch auf der Arbeit sehr wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden.

Meetings besser im Stehen abhalten

Bei Audi haben die Angestellten auch die Möglichkeit, Vorträge und Meetings in Stehen abzuhalten. Denn dadurch werden alle Teilnehmer nicht so schnell müde und der Kontakt untereinander ist deutlich besser, da der wir mehr Platz zum Gestikulieren haben. Dadurch sind die einzelnen Sitzungen auch kürzer, da die jeweiligen Inhalte deutlich schneller übermittelt werden können. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass alle Beteiligten wieder früher an der regulären Arbeit teilnehmen können.

Im Stehen sind wir produktiver

Wie bereits erwähnt, ist ein Mix aus Stehen und Sitzen auf der Arbeit ideal. Denn dadurch werden immer wieder andere Muskelgruppen belastet und dementsprechend andere entlastet. Im Stehen sind viele Menschen deutlich produktiver. Das liegt laut einiger Forscher vor allem daran, dass die Position auf Dauer deutlich anstrengender ist als das Sitzen. Dadurch werden auch die oben erwähnten Vorträge und Meetings deutlich schneller abgehalten.

Gesundes Arbeiten ist nicht zwingend teuer

Gesundes Arbeiten ist nicht zwingend teuer. So können bereits einige kleine Änderungen in der Büroeinrichtung dazu führen, dass sich der Gesundheitszustand der Angestellten deutlich verbessert. Dadurch erhöht sich dann folglich auch auf Dauer die Produktivität und die Mitarbeiter sind seltener aufgrund diverser Beschwerden krank. Daran sollte jeder Chef interessiert sein und dementsprechend auch alles dafür tun, dass die Arbeitnehmer gesund bleiben. Allerdings ist der Wechsel von Stehen und Sitzen im Arbeitsalltag auch kein Allheilmittel. So müssen wir uns auch in der Freizeit ausreichend bewegen und gesund leben.

Fazit zum abwechselnden Arbeiten im Stehen und Sitzen im Büro

Wer auf der Arbeit immer Mal wieder zwischen Stehen und Sitzen wechselt, lebt deutlich gesünder. Denn dadurch werden die Muskeln und Beinvenen nicht so eintönig belastet. Dadurch, dass wir immer Mal wieder aufstehen, verbessern wir auch die Durchblutung und regen den Kreislauf an. Des Weiteren bleiben wir im Stehen länger wach und sind deutlich produktiver. Grundsätzlich sollten alle Büro-Arbeiter auf die Signale ihres Körpers hören. Denn dieser signalisiert von alleine, wann wir uns wieder mehr bewegen müssen. Erkannt werden kann dies zum Beispiel an Krämpfen in den Beinen, Kreislauf-Problemen oder Rückenschmerzen.

Wer bemerkt, dass die Beine im Sitzen sehr schnell taub werden, sollte häufiger auch im Stehen arbeiten. Wenn der Chef sich quer stellt und keinen höhenverstellbaren Tisch bezahlen will, kann sich der Angestellte diesen für 500 Euro bis 1.000 Euro selber besorgen. Diese Anschaffung lohnt sich, da die Gesundheit immer an erster Stelle steht.

Unsere Empfehlungen für Schreibtische und Tischgestelle zum abwechselnd im Stehen und Sitzen arbeiten:

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